Montag 07.11.2011, Beginn: 20:00 Uhr

»Die LGBT-Community hat für eine Revolution innerhalb der Revolution gesorgt« (Fernando Reyes)
Dokumentarfilm, Honduras 2010; 30 min., Spanisch mit dt. Untertiteln
In Anwesenheit des Filmemachers Fernando Reyes
Eintritt 2-3 Euro
»Innerhalb der Widerstandsbewegung, die ja nun auch aus Menschen besteht, die in Honduras in einer machistischen, trans- und homophoben Gesellschaft aufgewachsen sind, werden Homosexuelle und Transpersonen heute als politische Subjekte wahrgenommen. Es herrscht ein unglaublicher Respekt.« erzählt der Filmemacher und LGBT-Aktivist Fernando Reyes. »Früher gab es diese Freiräume nicht, da wurden nur Schwule und Transsexuelle akzeptiert, die sich im Kampf gegen Aids engagierten, man nahm die Kondome an, die sie verteilten, und das war es.«
Gemeinsam mit seiner Kollegin Lili Andrea Nuñez hat Fernando Reyes einen Dokumentarfilm über die transsexuelle Lebensrealität in Honduras nach dem Putsch im Jahr 2009 gedreht. Die 30-minütige Dokumentation zeigt die Situation von Transsexuellen in Honduras, ihren Alltag zwischen Dis kriminierung und eigener Identitätsfindung, Sexarbeit als Überlebensstrategie, schließlich: die zahlreichen Morde an Mitgliedern der Community. Als wichtiger Teil des Widerstands gegen den Putsch ist die LGBT-Bewegung von der repressiven Situation in Honduras besonders betroffen: In der zunehmend mili tarisierten Gesellschaft werden Lesben, Schwule, Bi- und Transsexuelle immer häufiger zu Opfern der Staatsgewalt. Seit dem Putsch im Juni 2009 sind 40 Morde an Transpersonen gemeldet worden. Viele dieser Morde gehen auf das Konto von Polizisten und Militärs.

Nach dem Film ist Zeit für Fragen und Diskussion.

Eine Veranstaltung des Ökumenischen Büros e.V. in Kooperation mit dem Ladyfest München, dem Antisexistischen Aktionsbündnis München asab_m und dem Arbeitskreis lesbischer Migrantinnen (Letra). Die Veranstaltung findet im Rahmen der Reihe lmd – la mirada distinta statt und ist gefördert aus Mitteln des Kulturreferats München und des BMZ.