141114_Mittelamerikase KinderWie eine Fluchtbewegung genutzt wird, um Migration zu kontrollieren. Eine Veranstaltung mit der Journalistin & Aktivistin Kathrin Zeiske
14.11.14

19:00 Uhr Essen
20:00 Uhr Vortrag und Diskussion
Barack Obama bezeichnete die Flucht von Kindern und Jugendlichen aus Guatemala, El Salvador und Honduras als „humanitäre Katastrophe“. Doch diese soll den USA fern bleiben. Massenabschiebungen und eine verschärfte regionale Migrationspolitik sind die Antwort auf die steigenden Zahlen Minderjähriger an der US-Grenze. Kinder und Jugendliche haben in Mittelamerika jedoch oftmals keine (Über-)Lebenschance. Ihr Alltag ist geprägt von der Omnipräsenz der Jugendbanden. Immer mehr Minderjährige machen sich deshalb auf den Weg; begleitet von gleichaltrigen Freunden, Coyoten oder Verwandten. Die aktuelle Militarisierung der Südgrenze Mexikos und Polizeieinsätze auf den Güterzugstrecken werden zu einem Anstieg von Unfällen und Korruption führen. Migration und Flucht werden sie aber nicht aufhalten, solange es keinen Perspektivwechsel in Mittelamerika gibt.

Kathrin Zeiske arbeitete nach ihrem Politologiestudium in Bonn in einer Migrant_innenherberge an der Südgrenze Mexikos und ist heute als Freie Journalistin und Aktivistin in Mittelamerika und Mexiko unterwegs.

weitere Infos: grenzueberschreitend.blogspot.com