Am 12. Mai ist die Autonome Wohnfabrik aus Salzburg bei uns zu Gast.
Neun Leute möchten in Salzburg ein selbstverwaltetes und solidarisches Wohnprojekt im Rahmen des HabiTAT verwirklichen und brauchen noch Unterstützung. Das HabiTAT ist der Dachverband für österreichische Hausprojekte ähnlich unserem Mietshäusersyndikat.
Kommt zahlreich, es wird bestimmt spannend, was sie erzählen.

Selbstverwaltete Wohnprojekte – Solidarität statt Profitmaximierung

Die Wohnsituation in Salzburg und anderen größeren Städten wird immer katastrophaler. Die Mietpreise steigen in astronomische Höhen, während zahlreiche Häuser und Wohnungen jahrelang leer stehen und dem Spekulationsmarkt zum Opfer fallen. Nach dem Vorbild des deutschen Mietshäusersyndikates haben es sich Menschen zur Aufgabe gemacht dieser Entwicklung entgegenzuwirken. Wir wollen Einblick geben in selbstverwaltete Wohnprojektmodell geben und unser Projekt vorstellen, denn der Startschuss für das erste HabiTAT-Hausprojekt in Salzburg ist gefallen!

Die Autonome Wohnfabrik soll bald ihre Tore für selbstverwaltetes und solidarisches Wohnen öffnen. Das Ziel ist es, ein Objekt in Bahnhofsnähe vom Markt freizukaufen und dadurch leistbares Wohnen zu ermöglichen. Hierbei kann sich auf die Erfahrung der Linzer Hausprojektgruppe Willy*Fred und die Strukturen des Dachverbands HabiTAT gestützt werden. In der Autonomen Wohnfabrik wollen wir Raum schaffen für gesellschaftliche Alternativen. Das soziale Miteinander sind dabei nicht nur wir sondern auch Personen die mit uns unsere öffentlichen Räumlichkeiten benutzen.

Die Autonome Wohnfabrik – das sind neun Personen, die eine Alternative zur Abhängigkeit vom Wohnungsmarkt und den Launen von Vermieter*innen schaffen wollen.Wir haben uns durch die Tätigkeit in verschiedenen soziokulturellen Projekten zusammengefunden und haben bald die Notwendigkeit eines
Miethäusersyndikats in Salzburg erkannt. Durch den Einzug in die Wohnfabrik wird für zwei Mitglieder die Wohnungslosigkeit beendet. Das heißt aber nicht, dass wir das Haus nur für uns nutzen wollen,
sondern dass wir über Jahre hinweg leistbare und unbefristete Lebens und Gestaltungsräume für interessierte Personen zur Verfügung stellen. Zusammen mit den Mieter*innen der drei bereits vermieteten Wohnungen wollen wir einen Weg finden wie alle persönlich vom Leben in der Wohnfabrik profitieren können.