Hallo, hello, bonjour, 

wir möchten euch sehr gerne noch einmal auf eine Veranstaltung hinweisen, die uns am Herzen liegt:

Am 24.11. um 19 Uhr stellt die Alarmphone-Gruppe München sich und ihre Arbeit im Bellevue de Monaco, Müllerstraße 2, vor. Außerdem erfahren wir Aktuelles über das EU-Grenzregime und Fluchtrouten. Wir freuen uns auf interessante Diskussionen. 

Watch the Med – Alarmphone ist ein Projekt, welches im Oktober 2014 von einem Aktivist*innen Netzwerk aus Europa und Nordafrika ins Leben gerufen wurde. Das Projekt startete ein selbstorganisiertes Call-Center für Geflüchtete, die auf dem Mittelmeer in Seenot geraten. Dabei wird von Seenot Betroffenen eine zweite Möglichkeit gegeben, ihren Hilferuf an die Seenotrettung zu tragen. Jeder gemeldete Notfall wird dokumentiert und bis zu einer sicheren Rettung öffentlichkeitswirksam begleitet, ggf. wird weitere Unterstützung mobilisiert. Auf diese Weise wird – soweit wie möglich – auf die jeweiligen Verantwortlichen Druck ausgeübt, um Menschenrechtsverletzungen wie Pushbacks zu verhindern.

Außerdem ist aktuell (und noch ca. 2 Wochen) die Ausstellung „Flucht, Krieg, Widerstand“ ebenfalls im Bellevue de Monaco, Müllerstraße 2, zu sehen. 
Jeden Tag strömt eine Flut von Bildern im Fernsehen, Internet, sozialen Medien und Zeitung zu o.g. Thema auf uns ein. Die von einem Alarmphone-Aktivisten gemalten Bilder sollen uns für einen Augenblick zum Betrachten und Nachdenken anregen.

Zudem habt ihr heute (22.11.) und morgen (23.11.) noch die Gelegenheit einen wirklich sehenswerten Film zu sehen. Im Rahmen der Alarmphone-Woche wird im Werkstattkino, Fraunhoferstr. 9, ab 20:15 Uhr der Dokumentarfilm LES SAUTEURS (Those who jump) 80 min. gezeigt. 

Abou Bakar Sidibé, einer der Filmemacher, ist Do/Fr/Sa anwesend. Vom Berg Gurugu blickt man auf die spanische Enklave Melilla an der nordafrikanischen Mittelmeerküste. Afrika und die Europäische Union werden hier durch eine hochgesicherte Grenzanlage, bestehend aus drei Zäunen, voneinander getrennt. In den Wäldern des Bergausläufers leben Geflüchtete, meist aus der Subsahara-Region, die versuchen, diese direkte Landgrenze zwischen Marokko und Spanien zu überqueren. So auch der Malier Abou Bakar Sidibé, der zugleich Protagonist und Dokumentierender ist.

Zu guter Letzt bittet das Alarmphone Projekt bittet um Unterstützung:
• um das Telefonsystem zu betreiben, um Satellitentelefone der Menschen in Seenot anzurufen und diese online mit Guthaben aufzuladen.
• um mittels mehrsprachiger Visitenkarten die Notrufnummer in den migrantischen Communities zu verbreiten.

• um Informationsflyer zu den Risiken auf See zu verteilen.
• um Kampagnenmaterial gegen Frontex und das Grenzregime zu erstellen.

• um Kontakt- und Recherchereisen in die verschiedenen Transitregionen zu unternehmen.

Regelmäßige Berichte www.watchthemed.net
Alle Spenden sind steuerlich absetzbar. Daueraufträge willkommen.

Spendenkonto
Forschungsgesellschaft Flucht & Migration
Sparkasse der Stadt Berlin
IBAN: DE68 1005 0000 0610 0242 64
BIC: BELADEBEXXX
Stichwort: WatchTheMed-AP

Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit und hoffentlich bis spätestens Donnerstag, 

eure Ligsalz8