Ein Abend mit der No Border Kitchen Lesvos und eine Vorstellung von Mare Liberum.

No Border Kitchen Lesvos:

Die griechische Insel Lesvos ist eine der Außengrenzen des europäischen Grenzregimes. Dort wird die europäische Abschottungs- und Ausgrenzungspolitik besonders stark sichtbar. Seit dem EU-Türkei Deal 2016 sind Migrant*innen auf der Insel  gefangen. Der Hotspot Camp Moria ist überfüllt und menschenunwürdig.  Eine tägliche Routine von rassistischen Verhaftungen und Abschiebungen erschwert die Situation noch mehr. Die Gruppe No Border Kitchen Lesvos ist dort seit 2015 aktiv. Sie ist eine nicht hierarchische, basisdemokratische Gruppe bestehend aus verschiedenen Aktivist*innen von überall her und setzt sich für ein Leben in Würde und Freiheit für alle ein.
Dieser Talk soll einen Einblick in die Situation auf Lesvos, sowie in die Arbeit von No Border Kitchen Lesvos geben.

https://noborderkitchenlesvos.noblogs.org/

Mare Liberum:

2018 wurde in Berlin der Verein Mare Liberum von einem Kollektiv transnationaler Aktivist*innen gegründet. Unser Ziel ist es mit unserem eigenen Schiff die Lage der Menschenrechte in der Ägäis zu beobachten. Dadurch erhöhen wir vor Ort den Druck zur Seenotrettung der Menschen, die aus der Türkei nach Griechenland fliehen, stärken Menschenrechte und Solidarität. Ziel unserer Mission ist es, die Migration über das ägäische Meer, von der Türkei nach Griechenland, sowie die anschließenden Such- und Rettungseinsätze (SAR) der griechischen und türkischen Küstenwache von unserem Schiff aus zu beobachten und zu dokumentieren. Darüber hinaus soll eine generelle Präsenz unabhängiger Beobachter*innen während der Operationen von staatlichen Akteuren auf See – wie zum Beispiel der Nato und Frontex – gewährleisten, dass eine lebensrettende und würdige Behandlung von Migrant*innen sichergestellt ist.

https://mare-liberum.org/de

Am 11.6. gibt es eine Folgeveranstaltung mit Joinda, einem Filmemachenden-Kollektiv von Geflüchteten

Samstag, 26.5.18 / 20:00 / Ligsalzstraße 8