Veranstaltungsankündigung: am kommenden Montag um 19:30 Uhr in der Ligsalz8

Veranstaltung mit Ibrahim Manzo von Alarme Phone Sahara aus Agadez / Niger

Ein zentrales Thema in den aktuellen Debatten der europäischen Politik, wie sie u.a. beim Gipfel zu „Sicherheits- und Migration“ am 20. September in Salzburg verhandelt werden, ist die Externalisierung des EU-Grenzregimes: Die Einrichtung von Lagern oder Haftzentren auf afrikanischem Boden; die Kollaboration mit diktatorischen Regimen und mit Milizen; die Investition großer Geldsummen, um afrikanische Regierungen zur Schließung von Grenzen und Migrationsrouten zu bewegen und die Bewegungsfreiheit ihrer Bürger*innen einzuschränken. Täglich sehen wir die tödlichen Konsequenzen dieser Politik: Tausende Flüchtende und Migrant*innen, die ermordet werden, indem man sie im Mittelmeer und in den Wüsten sterben lässt.

Gerade die tödlichen Folgen des EU-Migrationsregimes auf den Sahel-Sahara-Routen, wo Milliarden investiert werden, um Grenzen und Reisewege zu schließen, sind in der europäischen Öffentlichkeit bisher nur wenig präsent. Mit Alarme Phone Sahara stellen wir ein Projekt vor, das zum Ziel hat, die Menschen, die in die Migration gehen oder flüchten müssen, dabei zu unterstützen, dass sie den gefährlichen Reiseweg durch die Wüste überleben. Außerdem möchte Alarme Phone Sahara dokumentieren, was auf den Sahel-Sahara-Routen passiert und dafür in der internationalen Öffentlichkeit Sichtbarkeit herstellen.

Ibrahim Manzo berichtet von den Hintergründen und praktischen Erfahrungen beim Aufbau von Alarme Phone Sahara aus Agadez im Niger – die Stadt, die als Drehkreuz der Sahel-Sahara-Migration bekannt wurde und aktuell massiv im Fokus der repressiven Migrationskontrollpolitik steht.